Bunduki’s kleine Schießlehre

nicht vollständig, immer verbesserungsfähig und niemals fertig ...

...wer hat schon ausgelernt?

 

Wurftaubenschießen:

Treffen einer oder mehrerer Bitumenscheiben, die aus unterschiedlicher Größe aus unterschiedlicher Richtung und Höhe geworfen oder gerollt werden.

Setzt das Scheibenschießen eine immer gleiche statische Position des Schützen und des Gewehrs voraus, geschieht das Treffen beim Wurftaubenschießen aus einer Bewegung heraus.

Wie beim Golf ist die Programmierung des Körpers auf einen immer gleichen Bewegungsablauf, dem Schwung, unabdingbar.

Die konstante Positionierung der Flinte am Schützen, der Anschlag, ist dabei die zweite unverzichtbare Voraussetzung, die Scheibe zu treffen.

Da einer Flinte exakte Zieleinrichtungen fehlen, müssen Kopfstellung und Platzierung der Flinte am Körper immer gleich sein! Die Stellung von Kopf und Flinte bestimmen die Visierlinie, die aus Auge, Visierschiene und Ziel besteht.

Der Bewegungsablauf zielt darauf ab, mit der Schrotgarbe die Flugbahn der Wurfscheibe zu unterbrechen. Die Konzentration von Kügelchen im Zentrum der Garbe ermöglicht das Treffen.

Die Disziplinen - Geschichte / Gegenwart

Wurfscheibenschießen entwickelte sich als Übung für den Jäger in England und Frankreich. Zuerst wurde auf Glasballons und mit federngefüllten Tonkugeln geschossen.

Man erfand schon bald die „Tontaube“, eine Scheibe aus unterschiedlichem Material, heute meist aus Bitumen.

Das Wort Trap bedeutet Falle und bezieht sich auf eine hölzerne Klappkiste, die eine gefangene Taube enthielt, die ein „Puller“ durch Zug an einer Schnur aus der Falle entließ. Auch wenn heute nicht mehr auf lebende Tauben sportlich geschossen wird (außer in Spanien), leben die alten Begriffe weiter.

Wurftaubenschützen sind in Deutschland im DSB (Deutscher Schützenbund) und für die jagdliche Version im DJV (Deutscher Jagdverband) sportlich organisiert.

Neben den olympischen Disziplinen findet gerade der äußerst schwierige Jagdparcours (int: Sporting) immer mehr Anhänger. Besonders in England ist er schon fast Nationalsport mit mehreren Millionen Anhängern. Er gilt als Königsdisziplin und für Jäger als perfekte Vorbereitung auf die Flugwildjagd.

Trap:

Die Wurfscheiben bewegen sich vom Schützen fort. Einzeltauben. Voranschlag erlaubt Feststehender Ablauf und Entfernungen / Olympische DisziplinJagdtrap:

Wie Trap, aber ohne Voranschlag. Veränderte Flugrichtung der Wurftaube.

Doppeltrap:

Wie Trap, aber immer 2 Wurftauben gleichzeitig (Dubletten). Feststehender Ablauf und Entfernungen / Olympische Disziplin.

Skeet:

Die Wurftauben werden aus 2 gegeneinander angeordneten Türmen in einer festgelegten Reihenfolge als Einzeltrauben und Dubletten geworfen. Bei jeder Standposition ergeben sich andere Winkel, aus denen die Wurftauben getroffen werden müssen. Kein Voranschlag! Feststehender Ablauf und Entfernungen / Olympische Disziplin.

Jagdparcours:

Wurftauben unterschiedlicher Größe und Form, einzeln und als Dubletten, werden aus im Gelände versteckten Maschinen in variablen Winkeln, Höhen, Entfernungen und Geschwindigkeiten geworfen oder gerollt. Kein Voranschlag!

Sonderdisziplinen

Kipphase:

Ein auf Schienen laufender, dreiteiliger Metallhase, der aus ca. 30 m beschossen wird. Übung zur Jagd.

Compak:

Ein dem Jagdparcours angelehnter Wettkampf, in dem auf einem normalen Trap/Skeetstand Wurftauben aus unterschiedlichen Richtungen und zusätzlichen Wurfmaschinen geworfen werden. FITASC

Flush and Flurry /simulated gameshooting:

Eine extreme Variante des Jagdparcours, in dem aus mehreren Maschinen gleichzeitig mehrere Wurftauben ohne Unterbrechung auf die Schützen zugeworfen werden.  Simulation der klassischen getriebnene Jagd .

 

 

Jagdliches Schießen (DJV):

Neben den Büchsen und Pistolendisziplinen ist das Flintenschießen unverzichtbar beim Jagdschießen. Im Gegensatz zum olympischen Sport wird Trap und Skeet mit ein und derselben Flinte geschossen. Ein Voranschlag ist nicht zulässig. Gestartet wird aus der Position: Flinte an der Hüfte.

 Der Flugwinkel der Trap- Wurftauben entspricht nicht dem der sportlichen Variante. 

Handisport:

Variante des Jagdparcours für körperlich behinderte Schützen.

Seit 1992 ständig im Programm der F.I.T.A.S.C.

F.I.T.A.S.C.:

Federation International de Tir aux Armes Sportives de Chasse (Internationale Vereinigung zum Schießen mit Jagdwaffen).

Weltverband für Jagdparcoursschießen. Angeschlossener deutscher Verband ist TIRO und der DJV.

Der Verband ist zuständig für das Reglement, die Durchführung von Welt- und Kontinentalmeisterschaften sowie Lizenzierung und Ausbildung der Schiedsrichter.

Neben dem Jagdparcours stehen Compactparcours, Handisport , laufender Keiler (mit Flintenlaufgeschoss) und ZZ Tauben auf dem Programm.

ZZ/Electrocibles:

Nachdem in den sechziger Jahren eine halbtot geschossene Taube vor die Füße einer monegassischen Fürstin fiel, wurde dort das Schießen auf lebende Tauben verboten.

Als Alternative erfand man die Elektrotaube.

Eine Scheibe, die von zwei Flügeln umgeben ist, wird mittels Elektromotor in die Luft katapultiert wird. Die Taube fliegt absolut unberechenbar und wird zu allem Überfluss auch noch unvermittelt schneller und ändert die Flugrichtung.

Ziel ist es, den Propeller so zu treffen, dass die innere Scheibe innerhalb einer Begrenzung liegen bleibt.

Der Name ZZ entstand als Zusammensetzung von Zinc ( dem ursprünglichen Material des Propellers) und

Zurrito (einer früher weitverbreiteten Taubenart die beim Lebendtaubenschie0ßen Verwendung fand)

 

Lebend Tauben (live pigeons)

Spanien, Mexiko und einige Bundesstaaten der USA sind beinahe die letzten Länder, in denen auf lebende Tauben legal geschossen wird. In privaten Clubs in Italien wird ebenso noch geschossen.

Bei dieser „Sportart“ wird eine lebende Taube über eine Begrenzung geworfen oder aus einem Kasten

(Trap)freigelassen und dann  beschossen.

 Bleibt der Kadaver innerhalb eines bestimmten Feldes liegen, zählt ein Treffer.

Körperliche Voraussetzungen

Wurftaubenschießen kann jeder, der ein gutes Gleichgewichtsgefühl und funktionierende Reflexe hat.

Für Linkshänder gibt’s ebenso die richtige Flinte wie für Menschen mit starken Handikaps.

Um richtig zu treffen, muss alles scharf gesehen werden. Also: Brille tragen, nicht nur des Schutzes wegen.

Die Brille sollte eingefärbt sein, um Kontraste hervorzuheben, die Augen wenn nötig korrigieren und Schutz vor Splittern bieten.

Besonders wichtig ist es, das führende Auge (dominantes Auge) festzustellen. Deuten Sie mit Ihrem rechten Zeigefinger (Rechtshänder) auf einen beliebigen Punkt. Schließen Sie jetzt das linke Auge. Bleibt der Finger im Ziel, haben Sie kein Problem. Deutet Ihr Finger jetzt plötzlich links am Ziel vorbei, ist Ihr dominantes Auge das Linke.

Da Rechtshänder auch rechts anschlagen wollen, müssen sie auch mit dem rechten Auge zielen. Bei Linksdominanz und rechtem Anschlag schließen Sie beim Zielvorgang das linke Auge. Ein kleines, ca.1 cm großes Stück trüben Klebefilms auf dem linken Glas Ihrer Schießbrille funktioniert ebenso.

Körperliche Gebrechen hindern nicht am Spaß beim Flintenschießen.

Aber Hören und Sehen und ein gesunder Gleichgewichtssinn sind wesentlich für die Sicherheit aller Beteiligten.

Also dürfen hier keine Abstriche gemacht werden!

Ebenso sollten starke Medikamente mit beruhigenden Nebenwirkungen und Alkohol absolut tabu sein.

Anschlag und Körperhaltung

eobachten Sie die wirklichen Könner! Unverkrampfter Stand, leichte und spielerische Bewegungen, elegantes Schießen! Bleiben Sie locker! Halten Sie Ihre Flinte fest, aber unverkrampft und so unbelastend wie möglich.

Ihr Stand sollte sich auf den „sweet spot“ (Trefferpunkt in der Flugbahn) ausrichten und Ihre Fußstellung muss bequem sein. Breitbeiniges, aggressives Stehen ermüdet und verhindert die richtige Balance.

Stellen Sie sich einen Panzer vor: Ihr Oberkörper ist der Kanonenturm der sich dreht.

Der Rest bleibt fest und ausgerichtet stehen.

Der Oberkörper ist leicht nach vorn, zum Schuss, geneigt, das Schwergewicht liegt auf dem linken Fuß.

Die Mündung Ihrer Flinte richtet sich auf die voraussichtliche Flugbahn des Zieles.

Beim Anschlag gleitet der Schaft sanft am Körper nach oben zur Schulter.

Die LINKE Hand ist die Führungshand und schiebt die Waffe zum Ziel!

Die Haltung des Vorderschaftes darf auch bei der Verfolgung des Zieles den Führungsarm nicht über- oder unterstrecken.

Der Kopf ruht mit der Wange am Schaftrücken und bleibt während des ganzen Schiessvorganges dort!

Der Schwung wird nach dem Schuss (auch bei einem Treffer) nicht abrupt abgebrochen, sondern weitergeführt.

Schiesstechniken

Im Heimatland des Wurftaubenschießens wurden im Laufe der Generationen Techniken und Stilrichtungen immer weiterentwickelt.

Sehr vereinfacht gibt es drei Denkschulen:

  • Die Wurfscheibe in ihrer Flugbahn zu verfolgen, sie zu überholen und während des Überholens zu schießen. Da der Schwung nicht unterbrochen wird, sorgt die natürliche Koordination von Auge und Hand dafür, dass die Schrotgarbe die Flugbahn unterbricht.
  • Die Wurfscheibe in ihrer Flugbahn zu verfolgen, sie zu überholen und den Schwung bewusst vor der Wurftauben weiterzuführen und bei passendem Abstand zu schießen.
  • Die Schwungbewegung in die Flugbahn schon vor dem Anschlag zu beginnen, beim Anschlag weiterzuführen und von Anfang an bewusst vor die Wurfscheibe zu schwingen. Ist der Anschlag perfekt, bricht der Schuss. Auch hier vertraut man ganz auf die Koordinationsfähigkeit des menschlichen Körpers.
  • Alle diese Methoden und ihre Ableger haben Vorteile, Anhänger, Lehrer und natürlich erbitterte Gegner.
  • „Wurftaubenschießen ist keine exakte Wissenschaft“ sagte Robert Churchill, der Erfinder einer dieser Methoden.Trotzdem entkommt man nicht der Physik.

    Man sollte sich die Methode, zusammen mit seinem Lehrer, aussuchen, die einem am optimalsten liegt und am vielseitigsten den persönlichen Bedürfnissen entspricht.

    Darüber hinaus sind diese Methoden nur Teil eines persönlichen Schießstiles der sich über die Jahre entwickelt.

    Vorhaltemaß:

    Eine mysteriöse Angabe von unqualifizierten Schießausbildern und Klugschwätzern nach dem Motto: “37,5 cm vorhalten...“.

    Das Vorhaltemaß ist das „Bild des Treffens“, das sich dem Schützen selbst einprägt und seiner subjektiven Wahrnehmung entspricht und über das Unterbewusstsein beim Schuss abrufbar ist. Ein exaktes Vorhaltemaß ist natürlich berechenbar:

    Flugbahn, Wind, Garbengeschwindigkeit und Größe etc. in einen Computer eingeben!

    Hat man den gerade nicht zur Hand, hilft nur eines: “To read the Bird” :

    Die Taube zu lesen, heißt, die Flugbahn zu analysieren den Treffer vorher im Kopf zu visualisieren.

    Erscheint die Wurftaube an der Sichtperipherie zunächst unscharf, wird sie ab einem bestimmten Punkt ihrer Flugbahn scharf zu sehen sein. Sie tritt dann in den schiessbaren Bereich ein.

    Den idealen Trefferpunkt in der Flugbahn nennt man „sweet spot“. Auf diesen Bereich ist die Fussstellung abzustimmen, um ideale Balance zu halten. 

    Training:

    Regelmäßiges und ermüdungsfreies Training, am Anfang unter Anleitung, ist der Schlüssel zur stetig wachsenden Leistung.

    Die Grundlagen lernt man recht schnell und die ersten Erfolge spornen an. Vergessen Sie die Hauruckmethode mit den kernigen Lehrsätzen: „Schieß bis es weh tut - dann lernst Du etwas.“ Stimmt zum Teil – man lernt dabei nur, Fehler zu machen.

    Sehr wichtig ist das Trockentraining zuhause. Vor dem Spiegel, um sich gut kontrollieren zu können. Regelmäßig sollte man Anschlag und Schwung üben.

    Und bei allem Ehrgeiz nicht vergessen: Es ist nur ein Sport, und der soll Spaß machen!

    Wurftaubenschießen ist Erfahrungssache.

    Erst nach vielen Tausend Schüssen speichern sich alle möglichen Situationen im Unterbewusstsein ab.

    Dan Carlisle, einer der besten Schützen der Welt, sagte zu einem ungläubigen Schüler:

    „Ich weiß es, weil ich an mehr Tauben vorbeigeschossen habe als Du in Deinem ganzen Leben schießen wirst.“ Sprach’s und schoss daneben.

    Sicherheit:

    • Flinte nur vor dem Schuss in der Schützenposition laden.
    • Flinte sonst immer gebrochen (offen) ohne Munition tragen.
    • Mündung nur in Schussrichtung.
    • Finger erst beim Schuss an den Abzug.
    • Kopfbedeckung, Gehörschutz und Brille NIE vergessen.
    • Ausschließlich zur Flinte und zur Disziplin passende Munition laden und bei sich tragen.
    • Schießstandordnungen sind Gesetz!
  • Bekleidung:
  • Tragen Sie lockere und bequeme Kleidung.

    Ihre Schießweste sollte gut, aber nicht hauteng anliegen. Bewegungsfreiheit ist alles!

    Ihre Weste muss 2, besser 4 große Munitionstaschen haben und sollte über eine glatte, leicht gepolsterte und weit heruntergezogene Schießschulter verfügen.

    Taschen für Zubehör, Handy und Schnupftabak sollten nicht fehlen.

    Für kältere Jahreszeiten gibt es sehr mollige und praktische Schießjacken aus Fleece.

    Jagdliche Kleidung ist, so merkwürdig das klingt, zum Schießen nur eingeschränkt tauglich.

    Zu viele Taschen, hohe Kragen und dicke Fütterung hindern den Anschlag. Mit diesen Behinderungen auf der Jagd auszukommen ist schon schlimm genug, im Training sollte man es besser machen.

    Auf einem Schießstand haben Hundehalsung, Jagdmesser, Mausfiep und andere Arten von jagdlichem Handwerkszeug nichts am Schützen verloren!

    Robustes und rutschfestes Schuhwerk sollten guten Halt beim Stand geben.

    Ob Mütze, Baseball-Caps oder Hut, „oben ohne“ ist out! Splitter von Tontauben können böse Wunden reißen. Deshalb sollte die Schutzbrille auch nie fehlen.

    Ein Golfhandschuh für die Führungshand gibt festen Griff bei allen Temperaturen.

    Gehörschutz:

    Das Gehör ist so wichtig, dass uns nur der beste Gehörschutz gut genug sein kann.

    Ob elektronische, chipgesteuert Modelle mit Funk ,Mikro und Sprachmodus, eine Ottoplastik angepasst vom Gehörgerätespezialisten oder ein Gummipfropfen mit Lamellen. Alle haben spezifische Vorteile.

    Wählen Sie das für Sie angenehmste, nicht das Billigste! Lassen Sie sich vom Fachmann beraten und probieren Sie unterschiedliche Modelle aus.

     

    Rückstoß:

    Alle Flinten und Patronen haben Rückstoß!

    Suchen Sie sich eine Kombination aus, die Ihnen am besten liegt und angenehm zu schießen ist. Verzichten Sie auf Kissen und Polster in der Jacke, lassen Sie Kickstopps aus Ihrem Schaft weg. All dieser Schnickschnack stört Balance und Schwung.

    Der Rat so mancher Fachleute, dass z. B. Frauen erst mal mit einer Flinte Kal. 20 beginnen sollten, entsteht wohl mehr aus dem Wunsch des Hausherrn selbst, sich eine kleine 20er Flinte anzuschaffen.

    Durch das geringere Gewicht und die sehr kraftvollen Patronen schlägt eine 20er oft weit mehr als eine gemütliche 12er Flinte mit der „milden Bohne“.

     

    Porting / Kompensatoren / Hochschlag:

    Neben dem Rückstoß, bewegt beim Schuss auch noch der Hochschlag die Läufe aus der Visierlinie. Porting (seitliche Löcher am laufende) oder geportete und verlängerte Chokes können da begrenzt helfen.

    Allerdings muss man sich bewusst sein, dass diese Art der gezielten Gasdruckableitung auch einen Geschwindigkeitsverlust der Schrotgarbe mit sich bringt.

    Etikette:

    Fairplay regiert!

    Es ist ein absolutes Tabu, andere Schützen zu stören, sich über sie lustig zu machen oder durch absichtliche Verzögerung zu behindern! Hilfsbereitschaft ist Schützenpflicht; aber unaufgefordert Ratschläge zu geben, sollte man sich verkneifen. Lachen und Freunde zu frotzeln ist erlaubt - solange es niemanden stört.

    Hektiker, Komissköppe und Schreihälse sollte man ruhig beiseite nehmen – und dort stehen lassen.

    Beim Wurftaubenschießen stehen Sport und Lebensfreude im Mittelpunkt!

    Militärische Bekleidung ist unerwünscht und unpraktisch; das Gedankengut dahinter hat im Sport nichts verloren!

    Literaturliste:

    Alles englisch,  aber mit Herz und Sachverstand geschrieben.

    Ganz neu, erstklassig illustriert , leichtverständlich und doch umfassend erklärt:

    Chris Batha          Breaking Clays

    Klassiker:

    Michael Yardley    Positive shooting

                                   Gunfitting

                                   The shotgun

     John Bidwell        move mount shoot                          

    Jerry Meyer           Sporting Clays handbook

    Bob Brister            Shotgunning the art and the science

    Peter F.Blakley      Succesful shotgunning

    Michael Pearce     Sporting Clays

    Tom Midgalski      The complete Book of shotgunning games

    John Taylor            The shotgun encyclopedia

    Ken Davis              The better shot

    John Taylor            Shotshells and Ballistics

    J.B.Wood               Firearms assembly/Disassembly Shotguns

     

     weitere Empfehlungen weiter unten 

    und hier

     

    Tips für die richtige Ausrüstung erhalten Sie hier Tips für’s richtige Lernen hier  

    und Tips für Spass beim Schießen gibts hier und vielleicht sogar hier

    Links zu Jagen Schießen Reisen

    finden Sie Hier und Hier

    Warning : straight talk! do not click!

     

    Bunduki’s Flintenalmanach

    Erklärung einiger technischer Begriffe und deren Anwendung

    Flintentypen:

    Bockdoppelflinte: zweiläufige Flinte mit übereinander angeordneten Läufen.

    Doppelflinte: zweiläufige Flinte mit nebeneinander liegenden Läufen

     Selbstladeflinte: einläufige Flinte mit Magazin, bei der durch Rückstoß oder
     Gasdruck nachgeladen wird.

    Vorderschaftrepetierer: einläufige Flinte mit Magazin, die manuell nachgeladen wird.

    Bei Sport und Jagd haben sich weltweit die BDF (Bockdoppelflinte) durchgesetzt. Ihre Balance und ihr ausgewogenes Verhalten im Schuss sind unerreicht.

    Ferner ermöglichen die zwei unabhängigen Läufe durch die Chokes unterschiedliche Nutzung der Schrotladungen (Deckung)

    Der Schaft

    Ein Grundsatz des Flintenschießens: Der Lauf schießt, der Schaft trifft! Nur ein dem Schützen passender Schaft ermöglicht einen korrekten Anschlag. Der Schaft dient zur Positionierung des Kopfes und damit des Auges ,welches gerade und mittig in korrekter Höhe über die Visierschiene blicken soll.

    Kurz: Es soll erreicht werden dass das Gewehr dorthin schießt, wohin der Schütze im Anschlag blickt.

    Schaftlänge und Schaftform :

    Die Länge ergibt sich aus der Statur des Schützen, die Form aus dem Verwendungszweck.

    So haben Trapschützen anders geformte Schäfte als Jäger oder Skeetschützen.

    Auch die Schäfte unterliegen nationalen Moden. Amerikaner,Italiener und Engländer haben die Formen ihren Schießtechniken und Vorlieben entsprechend abgewandelt.

    Die Unsitte, Schäfte zu kurz zu machen ist in Deutschland recht beliebt.

    Blaue Flecken und ein ungleichmäßiger Anschlag sind Resultate die man oft beobachten kann.

    Eine Faustregel besagt z.B. dass der Jagd-Schaft so lang sein soll, dass er noch bequem zum Beschuß einer Überkopftaube funktioniert.

    Generell sollte man unter Anleitung mit verschiedenen Längen experimentieren, bis der Schaft bequem passt.Das lässt sich NUR auf dem Schießstand bewerkstelligen.

    Schaftanpassungen im Wohnzimmer sind immer unprofessionell.

     

    Die alte deutsche Faustregel in der der Schaft in die Armbeuge passen soll,ist zwar gut gemeint,hilft aber nicht wirklich weiter, da hier nur eine für den Schützen absolut zu lange Waffe auffallen würde.

    Schaftkappen:

    Je nach Geschmack aus Gummi , Horn oder Holz.

    Die Schaftkappe als Abschluss des Jagd-Schaftes ist im Idealfall mit einem Handgriff abnehmbar und gegen eine mit größerer oder geringerer Stärke auszutauschen .So kann man im Winter leicht die zusätzliche Kleidung kompensieren.

    Maßschaft:

    Ein reiner und guter Maßschaft ist eine teure Angelegenheit! Korrekt kann er nur vom Fachmann und idealerweise mittels eines verstellbaren Maßgewehres und ständigen Kontrollschießens angepasst werden.

    Wer auf eine solch erhebliche Geldausgabe verzichten will, muss auf einen passenden Schaft nicht verzichten.

    Schaft verstellbar:

    Mittels eines Schaftes, der einen verstellbaren Schaftrücken hat, können Senkung und Schränkung eingestellt und jederzeit verändert werden.

    Der Verwendung einer solchen Flinte sind keine Grenzen gesetzt.

    Diese Art des Schaftes ersetzt in den meisten Fällen den Maßschaft und hat neben den geringeren Kosten auch den Vorteil der Anpassungsfähigkeit bei geänderten Schießgewohnheiten.

    Schaftfinish:

    Der Ölschaft gilt bei uns als erste Wahl. Dellen und Kratzer sind leicht zu beheben. Allerdings erfordert dieses Finish regelmäßige Pflege mit Schaftöl. Nur ein gepflegter Ölschaft hält Feuchtigkeit ab!

    Pflegeleichter und witterungsbeständig sind Lackschäfte, deren Oberfläche das Holz versiegelt.

    Das Satinfinish verbindet das nahezu Aussehen des Ölschaftes mit der Robustheit des Lackschaftes, ohne billig zu glänzen.

    Neu sind Kunststofffinsh im Holzlook dass sich durch Kratzfestigkeit und Robustheit auszeichnet.

    Vorderschaft

    Ob Halbbiberschwanz oder Tulpenform wird immer auch vom Geschmack des Schützen abhängen. Der Jäger wird meist zum schlanken Tulpenschaft greifen; der Sportler schätzt die Griffigkeit und Form des Biberschwanzschaftes.

    Das System

    Läufe, Länge und deren Verwendung

    Die Lauflänge sollte sich vor allem nach der Körpergröße, Statur und Schwungverhalten des Schützen richten. Die heutige Standardlänge von 71 cm passt in den meisten Fällen.

    Der Trend geht allerdings zu längeren Läufen wie 76 cm. Lauflängen von 81 cm und mehr sind für Spezialaufgaben z. B. Trap geeignet.

    Das alte Vorurteil „lange Läufe - weiter Schuss“ ist durch die heutige Munitionstechnik längst überholt. Der Geschwindigkeitsvorteil langer Läufe ist bei einem Vergleich 71 zu 76 cm marginal.

    Der lange Lauf gibt allerdings einigen Schützen durch die verlängerten Visierlinie mehr Sicherheit. Auch bremst ein langer Lauf einen allzu ungestümen Schützen im Schwung.

    Ideal ist es, beide Lauflängen auszuprobieren;

    Seit George Digweed extrem lange Tauben mit einer 86cm Lauf Flinte schießt ,ist es für viele ein modisches Muß bei „long flowters“ solche langen Flinten einzusetzen.

    Einen zweiten Digweed hat’s bisher nicht hervorgebracht.

    Laufprofile: standard oder overbored (überbohrter) Lauf “

    Der Laufdurchmesser ist an der Laufwurzel in realen Zahlen angegeben z.B 18,4mm

    Das Überbohren von Läufen erweitert deren Innenquerschnitt z. auf 18,7,. Zusammen mit verlängerten Chokes und  einem angepassten Übergangskonus verbessert sich die Schussleistung.

    Da weniger Schrote am Laufrand abgeplattet werden, wird die Deckung gleichmäßiger und der Rückstoß verringert sich. Randschrote werden vermieden . Bei MIROKU und Browning  Flinten nennt sich diese Technik „Backbored“, andere Hersteller nennen es TriBored, Overbored u.v.m.Tests ergaben die Vorteile dieses Laufprofils nur bei Patronen mit Plastik-Schrotbeuteln und bei Flinten ab Kal.12.

    Ob Überbohren zur Verbessereung der Deckung führt oder die Kombination aus langem Choke und Übergangskonus wurde noch nicht abschließend geklärt.

    Visierschiene:

    Sie dient als Zielhilfsmittel um den Anschlag korrigierend zu überprüfen. Je mehr man von ihr sieht, um so größer ist der Hochschuss. Ein Hilfskorn (angebracht auf der Mitte des Laufes) erleichtert Korrekturen.

    Das Profil richtet sich nach der Anwendung. Jagdlich haben sich schmale Schienen etabliert. Der Sportler wählt eine breitere Schiene, um Verkanntung zu vermeiden.

    Warum dies bei Jagdflinten nicht so sein darf oder soll oder welchen Nachteil eine breite Schiene beim Schuß auf den Fasan hat,bleibt noch im Dunkel deutscher Jagdausbildung.

     

    Korn

    Das Flintenkorn dient als Hilfsmittel vor allem der unbewussten Wahrnehmung beim Zielvorgang. Die elementare Rolle wie beim Kugelschuß, hat es beim Flintenschießen nicht.

    Monströse Leuchtkörnen lenken mehr ab als sie nutzen.

    Zwischenschiene (Zwischenreifen):

    Die sogenannte Zwischenschiene verbessert die Hitzeverteilung zwischen ungleichmäßig geschossenen Läufen.

    Lauf innen

    Das Hartverchromen von Läufen vermindert Ablagerungen von Blei und Plastik im Lauf und erleichtert die Reinigung.

    Verschluss:

    Das Laufpaar wird über den Laufhaken (Drehpunkt) abgekippt. In der Basküle befinden sich Abzugseinrichtung, Schlagstücke und Schlagbolzen.

    Der Verschluß (z.B. ein Keil) verriegelt Laufbündel mit Basküle.

    Es gibt unterschiedliche Verschlüsse ,deren jeweilige Anhänger sie mit fast religösem Eifer verteidigen.

    Die manuelle Sicherung (i.d.R) auf der Oberseite dient auch zum manuellen Umschalten der Schussreihenfolge(Standard ist unten/oben). Beim Schuss geschieht die Umschaltung auf den zweiten Lauf durch den Rückstoß.

    Abzug:

     Der Einabzug ist heute technischer Standart . Einige Waffen weisen eine Verstellmöglichkeit zur Anpassung auf die Handgröße des Schützen vor.

    Doppelabzüge sind nur im Zusammenspiel mit geraden englischen Schäften sinnvoll, wenn auch nicht mehr zeitgemäß.

    Auswerfer/Ejektor

    Mittels zweier im Vorderschaft untergebrachter Federmechanismen werden die leeren Hülsen beim Öffnen des Verschlusses durch die Ejektoren (Auswerfen) aus dem Lauf katapultiert.

    Chokes (Dt. Würgebohrung):

    Durch Verengung oder/und Erweiterung des Laufbereiches vor der Mündung wird die Streuung der Schrote verändert. Je enger der Choke, desto länger bleibt die Schrotgarbe zusammen; ergo desto größer die Schussentfernung. Um möglichst variabel Patrone und Choke abstimmen zu können und um die Einsatzmöglichkeiten der Flinte zu erhöhen, sind Wechselchokes zu empfehlen. Besonders anspruchvolle Schützen benutzen zusätzlich verlängerte Präzisionschokes (Briley,Teague,Seminole,Rhino) deren Qualität die Deckung zusätzlich verbessert.

    Normalerweise liegt im unteren Lauf der Choke mit der größeren Streuung, da der erste Schuss oft auf geringere Entfernung abgegeben wird. Der untere Lauf schießt sich aus seiner Lage zum Schaft angenehmer als der obere.Man sollte ihn daher als Standardlauf mit einem Choke versehen, der für die gängige Schussentfernung am geeignetsten ist.

    Typen  Stahlschrottauglichkeit: Größenumstellung !

    Bei der Verwendung von Weicheisenschroten auf der Jagd muss unbedingt darauf geachtet werden, dass sich die Deckung  verändert. Man sollte auf gegebenenfalls zwei Chokenummer kleiner für Stahl benutzen.

    Normal-Chokes enger als Halbchoke sollten nicht verwendet werden bei Jagdmunition mit Schrotgrößen größer als 3,2mm. (cal 12) größer als 3.0mm (Cal 16) und größer als 2.6mm (Cal 20).

    Weicheisen-Sportschrotpatronen (Schrotstärken sind kleiner) sind waffenverträglicher und können auch mit engeren Chokes benutzt werden.

    Ihr Beschußamt verfügt über genaue und verbindliche Angaben und informiert Sie gerne  ausführlich.

    Moderne Wechselchokes sind sowohl mit ihrer Stahl- (steel) wie ihrer Blei- (lead) Chokegröße gekennzeichnet.

    Bei der Verwendung der alternativen Schroten muß die Flinte neu angeschossen werden und dem Schützen bewusst sein, dass ALLE Alternativ-Schrote eine höhere Abprallgefahr haben, als herkömliches Bleischrot.

    ACHTUNG: Nicht jede Flinte ist stahlschrottauglich!  Fragen Sie den Hersteller ! Holen Sie sich Ihre Informationen nur bei Fachleuten die Ihnen zu Ihrer Waffe verbindlich Auskunft geben.

    Gekennzeichnet sind Chokes durch Kerben, Sternchen und Beschriftungen aller Art.

    Jede Firma kocht ihr eigenes Süppchen.

    Auch sind Chokes in Ihrer Verengung und Bezeichnung weder national noch durch Hersteller genormt.

    Nur die Gebrauchsanweisung hilft.

    Patronen

    Die Kaliberbezeichnungen stellen heute noch einen Anachronismus dar. Die erste Bezeichnung jeder Schrotpatrone bezeichnet das Kaliber:So bedeutet 12, dass eine von 12 auf ein englisches Pfund gegossener Bleikugeln den Durchmesser des Laufes hat. So sind die Kaliberbezeichnungen 10, 12, 16, 20, 24 und 28 entstanden. Die zweite Zahl gibt die Länge der Patronenhülse im aufgefalteten Zustand an.

    Wichtig für den Schützen:

    Eine Patrone Kaliber 12/67,5 kann in einer Waffe mit aufgedruckter Angabe 12/70 verschossen werden. Umgekehrt geht dies auf keinen Fall!

    Magnumkaliber sind gekennzeichnet mit z.B. 12/76 oder 20/76

    Sie enthalten eine verstärkte Ladung, und dafür geeignete Flinten  sind entsprechend beschossen. Erkennbar sind diese Flinten am entsprechenden Beschusszeichen.

    Die Bezeichnung 2 ¾“ and  3“ auf dem Lauf bedeutet ebenfalls die Eignung für Magnumpatronen. Magnumflinten verschießen alle kürzeren Patronen des gleichen Kalibers.

    Die Eigenschaften der Patronen werden von der Verwendung bestimmt.

    Schnelle Wurfscheiben und pfeilschnelle Fasane brauchen eine rasante Schrotladung.

    Solche Patronen, die deutlich über 400 m/s schnell sind, tragen meist den Aufdruck HV (high velocity).

    Subsonic-Patronen (also Unterschallpatronen) sind besonders langsam und werden zur Vermeidung von Lärmbelästigungen auf vielen Schießständen gewünscht.

    Klar sollte aber jedem Schützen sein, dass alle Patronen extrem schnell an Geschwindigket verlieren. Fast die Hälfte zwischen Mündung und 25 metern!

    Bei Weicheisenschrot ist der Geschwindigkeitsverlust noch erheblich größer.

    Schrot:

    Immer noch ist Bleischrot die beste Wahl, wenn es ums Treffen geht. Hartblei, wie es in Qualitätspatronen verwendet wird, hat einen Anteil von bis zu 1,5% Arsen. Um die Vergiftung von Gewässern und Boden zu verhindern, sucht man auf öffentlichen Druck neue Materialien mit mögl. gleichwertigen ballistischen Eigenschaften.Weicheisen, Tungsten oder Wismut sowie Plastikummantelungen von Blei sind heute erhältlich.

    Beim Einsatz dieser Schrote sind die Chokebohrungen anzupassen und die Flinte auf ihre Eignung zu überprüfen!

    Ohne Zweifel gehört Bleischrot bald der Vergangenheit an. Internationale Gesetzgebung und Regelungen der Jagdbehörden lassen es in Zukunft zum Auslaufmodell, nicht nur bei uns, werden.

    Die Schrotgrößen richten sich nach der Verwendung der Flinte. So benötigt der Skeetschütze kleineres Schrot als der Trapschütze, da erster mehr Deckung auf kurze Entfernung wünscht, der zweite höhere Durchschlagskraft auf weitere Entfernung. Je größer das Schrotkorn, um so weiter fliegt es (Sicherheit!).

    Angegeben sind Schrotkorngrößen auf der Patrone entweder in Millimeter oder in der landesüblichen Größenangabe des Herstellerlandes. Auch hier sind wir leider weit vom geeinten Europa oder einer internationalen Norm entfernt.

    Das Gesamtgewicht der Schrotladung bezeichnet man als Vorlage.

    Sportlich wird heute 24 Gramm verwandt. Beim Parcours zukünftig bis zu 28 Gramm. Schrotgrößen und Vorlage sind vor allem auf der Jagd wichtig, wo die Ladung auf das zu beschießende Wild abgestimmt werden muss.

    Wichtig: Vergewissern Sie sich dass Ihre benutzte Munition das CIP Zeichen aufweist!

    Ermittlung der Deckung und richtiges Anschießen:

    Um zu wissen, wie eine Flinte schießt, muss man deren Schussleistung neutral ermitteln.

    Hier findet die sogenannte 16 Felderscheibe ihre Anwendung.

    Auf eine Entfernung von 35 m wird pro Scheibe und Lauf ein Schuss abgegeben.

    Die Lage der Einschüsse auf den einzelnen Segmenten (besonders den innenliegenden) der Scheibe, zeigt genau die zu erwartende Deckung an.

    Die Einschüsse werden gezählt ( nach innen und außen getrennt).

    Diese, zugegeben langwierige Prozedur muss mit jeder Patronen - Chokekombination durchgeführt werden, bis das gewünschte Resultat erzielt wird.

    Der Zielvorgang erfolgt hierbei aufgelegt und der Schütze visiert nur mit dem Korn, ohne die Schiene zu sehen.

    weitere Tips hier

    Kennzeichnungen auf Flinten:

    Jede Flinte enthält zahlreiche wichtige Stempel, die über ihre Verwendung Auskunft geben. Neben den bekannten, vorgeschriebenen Beschusszeichen auf den Läufen können auf den unteren Lauf die Seriennummer (ohne Jahreskodierung) sowie die Chokeart und die Lauflänge angegeben sein.

    Auch Hersteller-Beschusszeichen befinden sich oft auf der Waffe.

    I.d.R ist auf einer Seite des Laufes noch mal die Chokevariante und das Kaliber mit den Längen der benutzbaren Patronenlager angegeben , sowie evtl Laufgewicht (z.B 1570) und der Laufdurchmesser (z.B.18,4),sowie evtl Verengungen durch ähnliche Zahlen angegeben

    Auf der Basküle befindet sich i.d.R. die Seriennummer ,Oft kann man anhand der Seriennummer das Herstellungsjahr erkennen. Angaben dazu erhält man vom Hersteller.

    Waffenpflege:

    Die beweglichen Teile leicht zu ölen, versteht sich von selbst.

    Verwenden sollte man ein synthetisches Öl, um Verharzungen zu vermeiden.

    Feuchtigkeit ist der Feind von Stahl und Holz; also Regenwasser immer schnellstens abwischen.

    Und es sich zur Regel machen, mit einem leicht geölten Tuch seine wertvolle Flinte abzuwischen, bevor sie wieder in den Transportkoffer kommt.

    Denn dort im Schaumstoff gebettet, schwitzt die Flinte und Flugrost bildet sich. Zuhause sollten mit einem Putzstock Lauf und Chokes gereinigt werden, ebenso die leicht zugänglichen Teile des Verschlusses.

    Eine Zerlegung des Verschlusses erfolgt nur durch den Fachmann! Ablagerungen im Choke kann man am besten mit besonderen Chokebürsten beseitigen. Die Gewinde der Chokes sollten ebenfalls von Zeit zu Zeit gesäubert und leicht mit Grafit geschmiert werden.

    Werden die Läufe eingeölt, empfiehlt sich die Lagerung auf der Mündung stehend (etwas abgepolstert!), um zu verhindern, dass bei zu reichlicher Ölung etwas in den Verschluss läuft.

    Zubehör

    Die Industrie bietet reichlich Zubehör an. Zweckmäßiges wie Unsinn füllen viele Kataloge.

    Dem Käufer sei geraten ,sich beim unabhängigen Fachmann Rat zu holen, was sinnvoll und was unter Abzocke fällt. Nicht alles was vom „alten erfahrenen Jägersmann“ oder dem „Halbprofi mit Gewinnstreben“ empfohlen wird, ist auch wirklich hilfreich.

    Die Nutzung des gesunden Verstandes hilft sehr oft Geld zu sparen.

    Weniger und Qualität ist oft mehr.

     

     ein nützliches Zubehör aus dem Internet

    shotshell Density Calculator

    Bundukis kleine Übungsecke

     

    Der Wert des Trockentrainings sollte nicht unterschätzt werden.

    Nicht immer hat  man aber  Raum und Möglichkeit mit der ( natürlich ungeladenen) Waffe Trockenübungen zu machen.

    Oft stellt Mann und Frau nach einem Schießstandbesuch fest, dass  die Oberarmmuskeln am Führungsarm schmerzen und ermüdeten .

    Abhilfe schafft ein kleines und billiges Hilfsmittel.

    Eine Gummibandschlaufe mit Griffen aus Moosgummi.

    Spottbillig  mit Baumarktuntensilien herzustellen

    Die Übung ist einfach und wie Sie merken werden, sehr effektiv.

    Rechte Hand an die Stelle an der Sie das Gewehr im Anschlag halten.

     Linke Hand  drückt das Gummiband jetzt nach vorne und simuliert das Führen der Flinte.

    Die rechte Hand bleibt in Position.

    Schnell werden Sie bemerken, wie Ihre Muskeln auf den Stimulus reagieren und gekräftigt werden

    Diese Übung können Sie überall und jederzeit ohne Aufwand durchführen

     

    neue Bücher und  DVD/Videos

     

    Brandneu und höchst informativ

    The Gun Digest Book of Sporting Clays 3rd Ed. von  Rick Sapp

    aus amerikanischer Sicht, also frei, fröhlich, optimistisch und offen für alles Neue gibt das Buch einen wunderbaren Überblick über die Tontaubenszene, deren Produkte

     

    Vom niemals alten Altmeister Michael Yardley

    Clay Pigeon shooting a History

    Wie immer lesenswert und  “most entertaining “

    Von papinjay bis Digweed,von Doc Carver bis ZZ

    die Geschichte des Tontaubensportes

     

    George Digweed the one and only zeigt wies geht

    wer ihn schießen sah , wird bescheiden.

    Seine DVD für ehrgeizige Wettkampfschützen:

    George Digweed’s guide to perfection

     

    Move mount shoot war der Anfang.

    Nun ist John Bidwell’s DVD

    Shot gun magic

     erschienen.

     

    sehenswert. nicht schlecht für einen “älteren Herrn”

     

     

    Informativ und professionell informiert seit vielen Jahren

    Fjestads Blue book of gun values

    Für Sammler,Waffenbegeisterte und  Profis unentbehrlich

    Die neueste Ausgabe erscheint im April 2006

    Es empfiehlt sich aber die Möglichkeit zu überdenken die jährlich erscheinenden Bände online oder auf CD per subscription zu abonieren. Geld und platz im Bücherschrank gespart.

    Auch sehr informative PDFs zum gratisdownload von Herstellungscodes und Jahren diverser Hersteller

     gibts beim Herausgeber

    Dort gibts auch andere für aktualisierte Onlineausgaben von Büchern

    z.B John Taylors shotshells and ballistics

     

    unspektakulär und bescheiden ist das Buch

    Flinte von Nicky Szapary

    Und besser als jedes andere deutschsprachige Buch zum Thema!

    Fernab von theoretisierenden Dogmen und erhobenen Zeigefingern schreibt einer

    mit Herz und Flintenverstand

    Das Buch zeigt Einfühlungsvermögen und scheut sich auch nicht, s

    sich an veralteten Weisheiten zu reiben.

    Zu erhalten :

    Österreichischer Jagd und Fischereiverlag

    www.jagd.at

     

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